Donnerstag, Mai 26, 2022

Iggensbach – Osterhofen | Drogenhandel im Darknet aufgedeckt – Kripo durchsucht Wohnungen und Geschäftsräume

Zwei Männer aus dem Landkreis Deggendorf stehen im Verdacht, mutmaßlich seit Anfang 2021 in nicht geringer Menge mit Betäubungsmittel gehandelt bzw. Betäubungsmittel in nicht geringer Menge über das sog. „Darknet“ erworben zu haben.

Die vermeintliche Anonymität des Darknets haben ein zur Tatzeit 31-jähriger sowie ein 25-jähriger Mann aus dem Landkreis Deggendorf scheinbar genutzt, um auf diese Weise ihren illegalen Handel mit Rauschgift betreiben zu können. Der 31-Jährige aus der Gemeinde Iggensbach steht dabei im Verdacht, seit Mitte April 2021 im Darknet als Verkäufer (sog. Vendor) aufgetreten und an einen bislang unbekannten Chatpartner rund 1 Kilogramm Marihuana verkauft zu haben. Ein 25-Jähriger aus dem Raum Osterhofen wird verdächtigt, vermutlich seit Februar 2021, ebenfalls über das Darknet, von einem bislang unbekannten User knapp 10 Kilogramm Cannabisblüten zum Weiterverkauf erworben zu haben. 

Im Zuge der intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern zusammen mit den Staatsanwaltschaften Deggendorf und Landshut haben nun die Passauer Ermittler am Mittwoch, 27.04.2022, bei dem 31-Jährigen von der Staatsanwaltschaft Landshut beantragte Durchsuchungsbeschlüsse für seine Wohnung, einer ihm gehörenden Werkstatt sowie die für die Wohnung seiner Freundin vollzogen.

Zeitgleich wurde dabei auch die Wohnung des 25-Jährigen Mannes aus Osterhofen, sowie die Wohnung seiner Mutter, aufgrund der von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragten Durchsuchungsbeschlüsse durchsucht.  

Ermittler stellen umfangreiches Beweismaterial sicher.

Bei den heutigen Dursuchungen stellten die Ermittler neben mehreren Mobiltelefonen und Tablets rund 400 Stück eines nach dem Arzneimittelgesetz verschreibungspflichtigen Schmerzmittels/Opioides, eine geringe Menge Betäubungsmittel, Anabolika, sowie mehrere tausend Euro sicher.

Das Darknet – Herausforderung für Strafverfolger

Die Bandbreite der kriminellen Aktivitäten im Internet bzw. im sog. „Darknet“ ist vielschichtig. Beinahe jede Deliktsform, insbesondere auch der Drogenhandel verlagert sich mehr und mehr in den virtuellen Raum mit entsprechenden Herausforderungen und aufwändiger Ermittlungsarbeit. Dennoch gelingt es immer wieder, wie der aktuelle Fall belegt, Tatverdächtige in Zusammenarbeit mit den Spezialisten für Digitale Forensik zu ermitteln und auch Plattformen mit strafbaren Inhalten zu schließen.

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