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Jeder zweite Münchner wählt im Jahr die 112

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Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble beim Interview Foto: Berufsfeuerwehr München

Knapp eine Millionen Anrufe in der Integrierten Leitstelle haben 2015 zu mehr als 500.000 Einsätzen insgesamt in München geführt. Die Zahlen von Bränden, Hilfeleistungen und dem feuerwehreigenen Rettungsdienst sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. München wächst. Darauf muss auch die Feuerwehr reagieren.

Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle Foto: Berufsfeuerwehr München
Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle
Foto: Berufsfeuerwehr München

Die Jahrespressekonferenz nahm Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble zum Anlass, um das Jahr 2015 noch einmal Revue passieren zu lassen und in die Zukunft zu blicken. Im Museum auf der Hauptfeuerwache begrüßte er gemeinsam mit Rupert Saller, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, und Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle die zahlreichen Journalisten. Als speziellen Gast stellte Schäuble Dr. med. Eduard Höcherl, Chefarzt am Städtischen Klinikum München Schwabing, vor.

Rückblick:

Die Einsatzzahlen sind gestiegen und der Feuerwehr München ist es 2015 möglich gewesen, darauf zu reagieren. „Wir haben Anpassungen im Personalbereich durchgebracht“, sagte Schäuble. Die Berufsfeuerwehr ist in eine Ausbildungsoffensive gestartet, die bis 2018 laufen soll. Statt der sonst üblichen 50 Anwärterinnen und Anwärter stellte die Berufsfeuerwehr 2015 bereits 82 Frauen und Männer ein. Bis einschließlich 2018 will die Branddirektion jährlich rund 130 Bewerberinnen und Bewerber einstellen. Aus diesem Grund wurden die Kapazitäten der Feuerwehrschule in Sendling erhöht und es werden jährlich zwei Münchner Grundlehrgänge in Augsburg ausgebildet.

Erwähnenswert waren 2015 noch die Einsätze rund um den Sturm Niklas. Zwischen dem 31. März und dem 2. April gingen knapp 17.000 Notrufe in der Integrierten Leitstelle ein. 2.295 Einsätze arbeitete die Berufsfeuerwehr zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr ab. Die Feuerwehr stellte 15 zusätzliche Fahrzeuge in Dienst und löste einen Dienstwohnungsalarm aus. Auch das Technische Hilfswerk stellte 16 Fahrzeuge zur Verfügung.

Der G7-Gipfel verlief für die Feuerwehr ruhig. Einziger Einsatz: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilten Trinkwasser an erschöpfte Demonstranten.

Auch die Flüchtlingssituation in München war für die Berufsfeuerwehr nur bedingt eine Ausnahmesituation. Vorrangig war die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz und kümmerte sich um die notwendige Infrastruktur. Die Berufsfeuerwehr beschäftigt das Thema stattdessen vorrangig in der Abteilung Vorbeugender Brandschutz.

Unterlagen Jahrespressekonferenz

50 Jahre Notartzdienst in München

Dr. med. Eduard Höcherl miemt den Notarzt im Einsatz – damals zu Zeiten des V8
Dr. med. Eduard Höcherl miemt den Notarzt im Einsatz – damals zu Zeiten des V8

Am 30. März 1966 rückte der Münchener Notarztdienst zum ersten Mal aus. Die Jahrespressekonferenz nahm Wolfgang Schäuble daher zum Anlass, um speziell auf den runden Geburtstag und die Bedeutung des Notarztdienstes in München und im Landkreis hinzuweisen. Letzteres betonte auch Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle: „Der Notarztdienst ist etwas Besonderes für uns und für Bayern.“ Er berichtete von den Gründervätern – Oberbranddirektor Karl Seegerer und Professor Fritz Holle von der Chirurgischen Poliklinik der Universität. Schäuble skizzierte die

Stolz auf 50 Jahre Münchener Notarztdienst: (von links) Dr. Wilfried Blume-Beyerle, Dr. med. Eduard Höcherl, Rupert Saller und Wolfgang Schäuble Foto: Berufsfeuerwehr München
Stolz auf 50 Jahre Münchener Notarztdienst: (von links) Dr. Wilfried Blume-Beyerle, Dr. med. Eduard Höcherl, Rupert Saller und Wolfgang Schäuble
Foto: Berufsfeuerwehr München

Entwicklung und die Erweiterungen über die Jahre und am Ende hatte Dr. Höcherl das Wort. Höcherl ist dem Notarztdienst seit 30 Jahren verbunden. Und das aus drei Perspektiven: als Notarzt, als ehrenamtlicher Stadtrat und als Leitender Notarzt. „Sich stetig zu verbessern, das zeichnet den Münchener Notarztdienst aus“, sagte er. Er erinnerte sich noch lebhaft daran, wie man bei einer Einsatzfahrt bergauf von einem Radfahrer überholt wurde. Da hieß es für ihn, das Fahrzeugsystem zu überdenken. „Ich schrieb einen Stadtratsantrag.“ Es gab natürlich Kritik, aber am Ende gab es auch einen Notarztwagen mit den geforderten 90 PS. „Die Geschichte des Notartzdienstes ist geprägt von Menschen, die gegen den Strom geschwommen sind“, sagte Höcherl. Und diese Menschen brauchen wir auch heute noch, so der Chefarzt weiter, „um das System voranzutreiben.“

Rückblick auf 50 Jahre Notarztdienst

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